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Farbe der Kleidung – macht Leute, hm?



Also was soll ich schreiben, was sowieso nicht schon jeder weiß? Die Farbe der Kleidung ist aus vielen Bereichen unseres Lebens nicht wegzudenken. Farbe verleiht Charakter, Farbe verleiht Image, Farbe verleiht Selbstwertgefühl.

Wer nicht den ganzen Wust lesen will, sondern die Farben der Kleidung einzeln lesen möchte, möge sich dieser Liste bedienen:

Um irgendwelche Business-Dresscodes sollen sich andere kümmern, hier gehts um den Alltag und die Freizeit.
Also das Wichtigste ist, eine Farbe zu wählen, in der wir uns wohlfühlen. Ich persönlich stehe auf schwarze Klamotten im Winter und grün-braunes Outdoor-Outfit im Sommer. Ok, das liegt daran daß ich mich immer noch net entscheiden kann, ob ich jetzt ein Goth oder ein Waldgeist bin. Wie auch immer.

Grundsätzlich können wir unsere Kleidungs-Farbe in
► neutrale
,
► warme
und
► kalte Farben
unterteilen
:


 

Kleidung - warme Farben

Warme Farben sind Rot, Gelb und diverse Brauntöne. Auch gelbstichiges Grün und Rot-Violett können wir zu den warmen Farben zählen.

Rosa & Pink

Kleidung in Rosa Farbe symbolisiert Zugänglichkeit, Sanftheit und Verspieltheit. Im Umgang mit Kindern soll Rosa eine vertrauenerweckende Wirkung haben, als auch bei einem Date. Rosa ist (kulturell bedingt) eine Farbe mit weiblichem Aspekt.
Pink ist da schon weitaus aggressiver. Leute in Pink wirken selbständig, frisch und vielleicht auch etwas launisch. Auch dieses Wort "progressiv" können wir mit Pink assoziieren.
Vorsicht ist allerdings geboten bei übergewichtigen Menschen, da kann sowohl Rosa als auch Pink schneller als man glaubt ein Miss Piggy Image hervorrufen.

Rote Kleidung

Wie immer ist Rot die Farbe von Macht, Blut, Aggressivität und Erotik. Die auffälligste aller Farben, da wir sie als erste zu sehen gelernt haben (mehr dazu im entsprechenden Artikel zur Wirkung der Farbe Rot).
Rote Kleidung wärmt, denn wie in der Gestaltung von Wohnräumen auch, setzt diese wärmste aller Farben die gefühlte Temperatur um ein bis zwei Grad rauf.
Außerdem zieht rote Kleidung das andere Geschlecht an. Diese Wirkung ist bekanntlich nicht nur bei Kleidung feststellbar, immerhin sind es rote Lippen, die den Mann nervlich fertigmachen und der rote Hintern, der bei Affen für Furore sorgt.
Andererseits ist Rot ja auch ein Wagnis, denn wer übertreibt sieht schnell mal "nuttig" aus (was meiner Ansicht nach ja net unbedingt schlecht sein muss), und wer garnet reinpasst in die roten Klamotten, der sieht genau so lachhaft darin aus wie ein Ferrarifahrer, dem ohne sein Wissen die Länge seines besten Stücks auf die Stirn geschrieben wurde...
Ok, Dieter Nuhr würde sagen, das war eine Kapuzineräffchen-Aussage^^

Im Prinzip will ich damit sagen, daß Rot eine sehr dominante Farbe ist, und die Kleidung sollte nicht die Person (respektive die Persönlichkeit) überlagern die sie trägt.

Gwandl in Orange

Kleidung in Orange ist - und da kratze ich doch mal etwas den Businessbereich an - sicher keine Farbe, in der wir zum Geschäftsessen gehen. Orange ist sportlich, aufgeschlossen, fröhlich und lebenslustig. Alles andere als seriös.
Genauso können wir die edelsten Schnittmuster auf ein oranges Stück Stoff anwenden, getragen wird das Ding niemals elegant sein. Aber wer sagt denn, daß wir immer elegant sein müssen, manchmal ist es einfach vorteilhafter vital und fröhlich rüberzukommen. Zumal Orange ja nicht nur auf andere Leute wirkt, sonder seine Wirkung auch bei uns selbst eintritt.

Gelbe Kleidung

Gelb, die Farbe der Sonne, heitert uns an trüben Tagen auf. Außerdem soll die Farbe Gelb das Denkvermögen im Bereich der Logik stimulieren. Frisch, kraftvoll, spontan und aktiv.
Allerdings ist Gelb nicht gleich Gelb. Da reines, klares Gelb einen sehr schmalen Streifen des Spektrums beansprucht, können oft geringfügige Veränderungen des Lichts den Eindruck der Farbe verändern. So ist es möglich, wenn wir in einem satten, gelben Outfit einen Raum betreten, der durch diese ekligen Neonröhren (die gücklicherweise immer seltener werden) beleuchtet wird, die Kleidungsstücke einen kränklichen, geradezu ekligen Farbton annehmen.
Das ist übrigens mit allen Einsatzgebieten der Farbe Gelb so. Besser wir wählen von vornherein einen Farbton, der schon etwas abgetönt ist. Wie Dottergelb beispielsweise.

Braune Klamotten

Braun als Farbe der Bodenständigkeit. Dieses erdige Image der Farbe Braun kann uns sehrwohl helfen, wenn wir kompetent und vertrauenerweckend auftreten wollen. Allerdings wirkt braune Kleidung oft altbacken, konservativ und schmutzig.
Angeblich erleichter Braun die Kontaktaufnahme, aber ich hege da gewisse Zweifel. Ja, am Viehmarkt ist die Farbe sicher vorteilhaft...
Etwas anderes ist es allerdings, wenn wir das gesamte Outfit auf ein bestimmtes Image auslegen. So kann Braun auch in einer Kombination von Outdoor-Klamotten verwendet werden, um den Naturburschen zu mimen.

Natürlich bietet gerade Braun eine extrem breite Palette von Mischungen. Das geht von Beige über Khaki bis zu extrem dunklem Braun, das als "warmes Schwarz" durchgehen kann.
Und es gibt sogar rötlich-braune Farbtöne, die dem Auftreten etwas knuspriges, würziges verleihen.


 

Kleidung - kalte Farben

Kalte Farben sind primär Blau, Blau-Violett und Grün (kaltes Grün, wie Meergrün oder Türkis).

Grüne Kleidung

Bei Grün stellt sich ja immer die Frage, ob Grüne Farbe jetzt kalt oder warm ist. Jetzt schreibe ich Grün mal zur Abwechslung zu den kalten Farben dazu. Denn genau wie bei Violett ist auch bei Grün das Verhältnis der Grundfarben ausschlaggebend für die Farb-Temperatur.
Bei grüner Kleidung gilt grundsätzlich: Die Farbe wirkt verlässlich, vertrauenerweckend und harmonisch. Grün kann Streß dämpfen und Müdigkeit vertreiben. Mit der Ausnahme der freakigen Farbe Giftgrün, die eher als absoluter Sonderfall gehandhabt wird und recht unbeliebt ist (fällt zwar auf, aber eher negativ).
Ansonsten sind grüne Kleidungsstücke immer eine harmonische, lebendige Wahl.

Gwandl in Blau

Dunkles Blau ist ähnlich autoriär wie Schwarz, nur nicht ganz so finster. Mit Blau zeigen Leute, daß sie alles unter Kontrolle haben und dazu auch noch nett, frisch und aktiv sind. Wenn die Sonne heiß herniederbrennt, dann wähle rasch ein blaues Hemd. Genau, weil Blau als kälteste Farbe auch die gefühlte Temperatur senken kann. An sich ist Blau die klassische Business-Farbe, zeigt sie doch klare Kompetenz, Zielstrebigkeit und Verlässlichkeit.

Violette Kleidung

Violett als Kleidungsfarbe ist gerade eben recht trendy gewesen. Dabei kommts natürlich auch wieder auf den Farbton an. Violett mit dem roten Farb-Anteil der dominiert wirkt eher warm, dominiert das Blau, ist das Violett eher kalt. Eine weitere Möglichkeit, ist die (mir mangelts an einem Fachausdruck aus der Modewelt) Sättigung. Ihr wisst was ich meine, eine nicht so klare Farbe.
Grundsätzlich ist Violett eine recht starke Farbe, kreativ, intuitiv und außergewöhnlich.
Offenbar können wir mit einzelnen Teilen in Violett ein professionelles Auftreten erzeugen, Individualität und Selbstbewusstsein.
Extravaganz.
Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn Violett lässt sich durch den dominanten Charakter schwer mit anderen Farben kombinieren, ohne daß wir plötzlich aussehen wie Kaspar am Feierabend...


 

Kleidung - neutrale Farben

Neutrale Farben sind Grau, Schwarz und Weiß. Eigentlich die klassische Palette der unbunten Farben.

Weißes Gewand

Weiße Kleidung ist bekanntlich mit Vorsicht zu genießen. Zwar können wir es mit modernen Bleichmitteln und sonstigen Giften auch längerfristig weiß halten, aber mal ehrlich, wenn ich mir meinen Rotwein auf den schwarzen Anzug schütte, feiere ich einfach weiter. Wenn der Partysaft allerdings aufs weiße Jackett tröpfelt ist ausgefeiert.
Trotzdem, oder gerade deshalb ist weiße Kleidung im Alltag die Farbe der Extravaganz, sagen wir "progressives Auftreten". In Weiß fallen wir sicher genau so auf wie in Rot, nur nicht so aggressiv.
Außerdem lassen sich weiße Kleidungsstücke ideal als Kontrast-Farbe zu dunkler Kleidung tragen. Man denke nur mal an das weiße Hemd oder das weiße Seidentuch.

Schwarzes Gewand

Ja Schwarz ist immer in Mode. Das liegt wahrscheinlich daran, daß es einerseits wenig auffällt solange wir uns im Hintergrund halten. Treten wir allerdings nach vorne ins Rampenlicht, wird aus dem Schatten plötzlich eine Autoritätsperson.
Allerdings ist Schwarz nicht unbedingt die beste Wahl, wenn wir auf Aufriß gehen. Ähm. Auf Freiersfüßen gehen, auf Katerpfaden wandeln... Jemanden kennenlernen wollen. Klar?
Also weil es nicht mal das bekannte "kleine Schwarze", dieses seltsame Standard-0815 Minikleid es schafft, jemanden aus dem Hintergrund-Arrangement herauszuheben, wenn die betreffende Trägerin nicht selbständig in den Vordergrund tritt.
Außerdem ist Schwarz nunmal eine autoritäre, mächtige, absorbierende, geheimnisvolle und distanzierte Farbe, die gewählt wird um das Fußvolk auf Distanz zu halten.
Schwarz macht übrigens schlank. Sagt man.

Graue Kleidung

Also Grau als Farbe für Kleidung ist ziemlich unbeliebt, da sie rein garnix bewirkt. Nicht umsonst heißt es "Die Graue Maus". Was wir allerdings tragen können sind Hellgraue Klamotten, die fast-weiß-aber-doch-nicht-ganz-weiß sind (zomg).
Also die strahlende Farbwirkung von Weiß abmildern.
Als auch dunkles Grau wie Anthrazit, das im Endeffekt eine ähnliche Wirkung hat wie Schwarz, aber nicht ganz so extrem distanziert ist.
Als Bestandteil von Kombinationen kann allerdings auch "normales" Grau einen wunderbar eleganten und kompetenten Eindruck machen.

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