Farben im Wohnraum
Weiterführende Literatur zum Thema Wohnideen gibts hier.
► Einsatz von Farben in der Wohnung
► Intensität der Farben
► Farb-Kombinationen
► Helle Farben
► Dunkle Farben
► Warme Farben
► Kalte Farben
► Weiß
Warum der wohlüberlegte Einsatz von Farben in der Wohnung unser Wohlbefinden steigern kann
Wenn wir nach einem langen Tag nach Hause kommen, wollen wir normalerweise nur eins:
Uns entspannen.
Allerdings brauchen wir die richtige Umgebung, um zur Ruhe kommen zu können, und dabei helfen uns Farben. Weder eine leere, kalte Wohnung, noch regenbogenartige und aufwühlende Farben sind dafür geeignet. Die richtige Mischung machts. Prinzipiell ist es die Komposition aus Wand–Farben und Möbeln, sowie Wohnaccessoires, die den Gesamteindruck eines Raumes so prägen, daß wir uns wohlfühlen — oder auch nicht.
Ob unser Wohnraum nun entspannend und beruhigend wirkt, aufregend oder erfrischend...
Das können wir alles durch wohlüberlegte Farbgebung erreichen. Prinzipiell ist der Einsatz von Farben im Wohnraum eine intuitive Angelegenheit, es ist nicht schwer, mit Farben die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen.
Doch zumindest einige Grundregeln sollten wir beachten:
Intensität der Farben
Vermeidet gar zu knallige Farben und starke Kontraste, denn es dauert nicht lange und ihr habt euch an der roten Wand gründlich sattgesehen. Angenehme, pastellartige Tönungen sind langlebiger, zumindest was die Wirkung der Farbe auf unsere Psyche betrifft.
Wenn ihr trotzdem nicht auf kräftige Akzente verzichten wollt ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, nicht die Wand in starken Farben zu streichen, sondern die Textilien in der Wohnung dem entsprechend zu gestalten. Vorhänge, Polsterbezüge und Tischdecken lassen sich schneller und unkomplizierter austauschen als die Wandfarbe.
Auch eine großflächige, lackierte Leimholzplatte bietet viel Raum für Farben und lässt sich eventuell gar beidseitig in unterschiedlicher Farbe streichen. Je nach Stimmung oder Jahreszeit, drehen wir die Platte einfach um, oder entfernen sie ganz. Nebenbei bemerkt: So eine Unifarbene Platte zeigt oftmals mehr Geschmack als diverse "moderne" Bilder, die Menschen sich ins Haus hängen...
Nichts für ungut, einige Werke sind wirklich geschmackvoll, aber bis wir etwas wirklich passendes gefunden haben, kann das durchaus dauern.
Helle Farben
Helle Farben vergrößern einen Raum optisch. Sie wirken einladend und freundlich. Menschen, die an weiße Wände gewöhnt sind oder zu Depressionen neigen, sollten auf helle Wandfarben zurückgreifen. Ebenso empfehlenswert, um kleine Zimmer weiter und höher erscheinen zu lassen.
Dunkle Farben
Dunkle Farben verkleinern unseren Raum optisch. Je dunkler die Farbe, desto kleiner, aber auch gemütlicher wirkt der Raum. Solche Wohnhöhlen vermitteln oft Geborgenheit, ein Refugium, in welches wir uns zurückziehen können. Dunkle Farben sind für große Räume geeignet, sowie für Menschen, die abends gerne in ihr "sicheres Nest" einkehren.
► Einsatz von Farben in der Wohnung
► Intensität der Farben
► Farb-Kombinationen
► Helle Farben
► Dunkle Farben
► Warme Farben
► Kalte Farben
► Weiß
Die Kombination von hellen und dunklen Farben
Wenn wir niedrige Räume höher erscheinen lassen wollen, können wir für die Seitenwände einen etwas dunkleren Farbton wählen, dafür die Decke heller streichen. Die Wände rücken dadurch etwas zusammen, dafür entsteht optisch mehr Freiheit über dem Kopf. Je größer der Kontrast der Farben, desto größer die Wirkung.
Umgekehrt entsteht durch eine dunkle Decke und helle Seitenwände die Illusion, daß die Räume niedriger erscheinen, dafür aber weiter in der Ausdehnung. Manche Menschen fühlen sich in Altbauwohnungen unwohl, weil die Räume zu hoch sind. Dieses Gefühl kann so durch die Anwendung von Farben abgeschwächt oder ganz abgestellt werden.
Warme Farben
Farbtöne mit Anteilen von Rot werden als warm empfunden. Warme Farben werden meistens als aktivierend, freundlich und heimelig empfunden. Räume, in denen wir Freunde einladen um in gemütlicher Atmosphäre zu feiern, oder einfach nur sitzende Tätigkeiten (die den Kreislauf wenig bis garnicht fordern) ausführen, werden gerne in warmen Farbtönen gestaltet. Die Raumtemperatur wird ebenfalls etwas höher empfunden.
Räume, die nach Norden oder Nordosten ausgerichtet sind, erhalten oft eher kaltes Sonnenlicht, deshalb können wir die Lichttemperatur durch warme Farben an unsere Bedürfnisse anpassen. Die Wirkung warmer Farben auf unseren Gemütszustand sind aufmunternd und aktivierend, somit sind sie bestens als "natürliches Antidepressivum" geeignet.
Besonders ungefärbtes Holz hat einen natürlich warmen Braunton, von dem wir uns in den seltensten Fällen sattsehen.
Kalte Farben
Farben mit Anteilen von Blau werden als kühler empfunden. Sie schaffen ein Gefühl von Funktionalität, Sachlichkeit und Distanz. Kalte Farben wirken erfrischend, entspannend und passiv. Südlich oder westlich ausgerichtete Räume mit viel Sonnenlicht sind gut geeignet für kühlere Farben, auch wird ein Raum optisch weiter, insbesonders in der Kombination von hellen und kühlen Farben.
Räume, die der Entspannung dienen oder auch Schlafzimmer werden idealerweise in kühlen Farben gehalten. Auch für Menschen, die unter Streß oder Konzentrationsstörungen leiden, empfiehlt sich Raumgestaltung in kalten Farben.
Weiß
Weiß als Farbe zur Raumgestaltung kommt allerdings nie aus der Mode. Denn reines Weiß können wir beliebig mit anderen Farben kombinieren. Durch Beimischung von etwas Orange oder Braun lässt sich ein unterschwelliger Eindruck von warmem Weiß erhalten, ein Tropfen Blau kühlt das Weiß ab. Persönlich verwende ich gerne weiße Wandfarbe und kombiniere das Ganze mit Holz. Je nach Jahreszeit kommen dann Vorhänge, Tischdecken und Überdecken in stimmungsvollen Farben dazu, das lässt uns die größte Freiheit in der Raumgestaltung.
► Einsatz von Farben in der Wohnung
► Intensität der Farben
► Farb-Kombinationen
► Helle Farben
► Dunkle Farben
► Warme Farben
► Kalte Farben
► Weiß
