Der Simultankontrast bei Farben
Warum Farben je nach Hintergrund anders wirken
Je nachdem in welcher Umgebung, also auf welchem Hintergrund wir eine Farbe sehen, wirkt sie wärmer, kälter, leuchtender oder weniger stark. Die Ursache dieses Phänomens liegt in unserem Auge, beziehungsweise unserem Hirn das die Farb–Eindrücke verarbeitet.
Unsere Augen sind nämlich keine präzisen Meßinstrumente, sondern eher dafür gedacht, daß wir uns zurechtfinden. Deshalb werden Unterschiede im Farbton stärker hervorgehoben. Voilá: Der Simultankontrast. So wirken Farben auf kaltem Hintergrund etwas wärmer. Setzen wir dieselbe Farbe jedoch auf einen warmen Hintergrund, erscheint sie kälter. Ein schwarzer Hintergrund bringt die Farben zum Leuchten und schiebt sie etwas nach hinten, ein weisser Hintergrund stellt sie optisch in den Vordergrund.
Beispiele für Farben und Simultankontrast:
Warme Farben vor weißem Hintergrund.

Und nochmal die selben Farben, diesmal auf schwarzem Hintergrund:

So, anhand dessen können wir gut das Zusammenspiel der Farben mit dem jeweiligen Hintergrund erkennen. Daraus folgt, daß wir beim Zusammenstellen von Farbkombinationen nicht nur die Farben selbst, sondern auch ihren (farblichen) Kontext in Betracht ziehen müssen. Das Entfernen oder Hinzufügen einer Farbe zu einem Gesamtkonzept kann den Charakter grundlegend verändern.
Mehr zum Simultankontrast, als auch zum Sukzessivkontrast gibts im 2. Teil:
Simultankontrast 2
