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Die Wahrnehmung von Farben



Zur Darstellung von Farben gibt es grundsätzlich mal zwei grundlegende Schemata: Lichtfarben und Körperfarben. Zuerst befassen wir uns am Besten mit den Lichtfarben, dem sogenannten additiven Farbschema

Lichtfarben (additiv)
Wahrnehmung von Farben
Lichtbrechung
Körperfarben (subtraktiv)

Licht–Farben, das additive Farbschema.

die additive farbmischung aus den farben rot blau und grün

Wie uns die Bezeichnungen schon sagen, handelt es sich bei Lichtfarben um farbiges Licht. Die Wellenlänge des Lichts bestimmt, wie wir die Farben wahrnehmen. Licht mit kurzen Wellen ist blau (bzw. violett) gefärbt. Langwelliges Licht ist rot. Weißes Licht, beziehungsweise Sonnenlicht das annähernd weiß ist, ist eine Mischung aus allen Lichtfarben. Warum ist das so?

Photorezeptoren nehmen Lichtfarben wahr

Unser Auge hat sogenannte Photorezeptoren auf der Netzhaut. Photo leitet sich aus dem Griechischen ab und heisst Licht. Rezeptoren sind sowas wie Empfänger. Zellen, die keine andere Aufgabe haben, als auf Licht und seine Wellenlängen zu reagieren.
Wir haben in unserem Auge zwei verschiedene Arten von Rezeptoren, die einen sind die Stäbchen, die anderen die Zäpfchen. Sehr einfallsreich, aber ok... Die Stäbchen messen die Helligkeit, also je mehr Licht einfällt, desto mehr werden sie gereizt.
Die Zäpfchen nehmen die Farben wahr. Genauer gesagt gibts hier wiederum drei verschiedene "Spezialisten", die rote, grüne und blaue Lichtfarben wahrnehmen. Werden die drei verschiedenen Zäpfchen also gleich stark gereizt, ist der Farb–Impuls, den sie an unser Gehirn senden neutral. Werden die Rot–Rezeptoren stärker gereizt als die anderen beiden, empfinden wir die Farbe als rötlich und so weiter.

Manche Tiere haben nicht drei, sondern ganze vier verschiedene Farbrezeptoren. Das nennt sich dann tetrachromatisches Sehen.

Spektralfarben und der Regenbogen

regenbogenNa gut, wenn weißes Licht denn nun eine Mischung aus allen Licht–Farben darstellt, die unterschiedlich lange Wellen haben, könnten wir das Licht doch filtern. Genau, es gibt sogenannte Lichtfilter. Im Prinzip ist das eine einfache Folie, die beispielsweise bei einer Veranstaltung vor den Scheinwerfer geschoben wird. Eine blaue Folie ist deshalb blau, weil alle Lichtwellen außer eben die kurzen (blauen) abgeblockt werden. Dieser Blaufilter wird also vor den Scheinwerfer geklemmt et voila: Blaues Licht.

Wir können das Licht aber auch in seine einzelnen Bestandteile zerlegen, indem wir ein Prisma verwenden. Das ist ein dreieckiger Glaskörper, der weißes Licht "bricht" und dann die verschiedenen Farben ausgibt. Genau so funktioniert der Regenbogen. Stellen wir uns Regentropfen als tausende und abertausende kleine Prismen vor. Jeder Tropfen bricht das Licht in seine Farben auf und wir erhalten dieses faszinierende Naturphänomen.

Körper–Farben

beispiel für reflexion von grünem licht durch grünen körperKörperfarben sind die Farben, die auf einem Körper, also irgendeinem bemalten Teil drauf sind. Unser Malkasten mit Wasserfarben besteht aus Körperfarben, wobei in dem Zustand die Körper die kleinen Farb–Pigmente sind. Malen wir eine Pappröhre jetzt beispielsweise grün an, bedeutet das, daß die Röhre sowohl das rote, als auch das blaue Licht absorbiert, und nur das grüne Licht reflektiert. Fällt dieses grüne Licht dann in unser Auge, sehen wir die Pappröhre grün.

Ein weiteres Beispiel mit einer Farb–Mischung:
Blaue Farbe reflektiert nur blau, absorbiert rot, absorbiert grün.
Rote Farbe reflektiert nur rot, absorbiert blau, absorbiert grün.
Mischen wir rote und blaue Farben zusammen, entsteht eine Pigment–Mischung, die alle grünen Lichtwellen absorbiert. Rotes Licht wird zu 50% absorbiert, zu 50% reflektiert. Blaues Licht dito.
Das Resultat ist Violett, da jeweils 50% rotes und blaues Licht die Zäpfchen auf unserer Netzhaut reizt.

subtraktive farbsynthese anhand der grund-farben cyan magenta und yellow (gelb)

Irgendwie auch wieder traurig, denn das bedeutet, daß Farben in dem Sinne gar nicht existieren. Nur unser Gehirn erkennt verschiedene Wellenlängen von Licht und drückt diese quasi in einer Empfindung von Farbe aus.

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