Farben der Natur · Tarnung

Tagpfauenauge und Tarnfarbe || Foto: Avanova
Dieses Tagpfauenauge habe ich am Nonnberg entdeckt, wie es gerade den Nektar des blühenden Efeu genießt. Die Unterseite der Flügel des Tagpfauenauges sind unauffällig in braunen Farben gescheckt und erinnert an Baumrinde. Damit ist der Schmetterling ideal getarnt und kann in Ruhe mittagessen.
Sollte trotzdem ein Freßfeind auftauchen, öffnet der Schmetterling einfach seine Flügel. Die Oberseite ist in bunten Farben gehalten und das Muster erinnert an Augen...
Mit gutem Grund, denn das wiederum ist eine Form von Mimikry - Der Schmetterling imitiert die Augen und der Freßfeind denkt sich "Oh Mist, das Vieh ist ja viel größer als ich dachte, und es starrt mich an!"

Tagpfauenauge im Mimikry-Modus || Foto: Avanova
Tarnfarben finden wir bei vielen Tieren, nicht nur bei Schmetterlingen. Und manchmal nimmt die Tarnung die seltsamsten Formen an. Denken wir einfach mal an die Stabheuschrecke, das Chamäleon oder den Oktopus.
Die Stockente beispielsweise, kleidet sich auch bewusst in der Farbe Braun.
Andere Tiere bedienen sich ausschließlich der Signalfarben, um Feinde abzuschrecken.
Hier hab ich übrigens noch einmal ein Tagpfauenauge mit fast vollständig aufgeklappten Flügeln. Das Tier ist allerdings hinüber und wurde gefunden. Mumifiziert quasi, aber wir sehen sehr schön die Augen:

Tagpfauenauge || Foto: Avanova
Ein noch besser getarnter Zeitgenosse saß neulich bei mir am Fensterbrett. Der Nachtfalter war durch Mimikry und Tarnfarben so perfekt verkleidet, daß ich ihn für einen Ast gehalten habe: Der Ast am Fensterbrett
