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Traditionelle Herstellung von Ultramarin Pigment aus Lapis Lazuli



Die Herstellung von Ultramarin Blau als Pigment ist ein Prozess von erheblichem Aufwand. Heute werden zwar Maschinen eingesetzt, aber anno dazumal musste ein Arbeiter schon mehrere Wochen in die Herstellung eines halben Kilogramm des Pigments investieren.

natürliches pigment ultramarin blauZuerst wird der Halbedelstein  Lapis Lazuli, der in seiner qualitativ hochwertigen Form nur in Afghanistan abgebaut wird, im Mörser zerstoßen. Danach in einer Mühle fein gemahlen.

Das Lapis Lazuli Pulver ist allerdings durch Pyrit und Kalk noch stark verunreinigt. Um das Zeug herauszubekommen, wird es mit Wachs und Harzen verknetet und mehrmals ausgewaschen und durchgeknetet. Die Masse bindet die Verunreinigungen an sich und das feine, blaue Pigment setzt sich am Boden der Flüssigkeit ab.

ultramarin blau pigment gemaltAls Ultramarinasche werden die im Säckchen zurückgebliebenen Reste bezeichnet, die gerade mal 10 Prozent des Preises erzielt. Ultramarinasche wird auch als Lasurasche bezeichnet und für ein helles, ausgewaschenes Blau verwendet.

Das reine Lapis Lazuli Ultramarin Pigment ergibt ein strahlendes, lichtechtes Blau.

Der Lapis Lazuli war im alten Ägypten nicht nur ein beliebter Schmuckstein, die Ägypter (beziehungsweise die Pharaonen) verwendeten den Stein für Einlegearbeiten. Aber schon vor den alten Ägyptern fand der blaue Stein Verwendung, nämlich in der sumerischen Stadt Ur, die so alt ist, daß wir sie getrost als uralt bezeichnen können. Aber so richtig zermahlen und in Pigmente verwandelt wurde der blaue Lapis angeblich erst ab ca. 500 n.Chr.


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