Schwarze Farbstoffe und Pigmente
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Holzkohle
Holzkohle ist... naja, kohlrabenschwarz. Gemahlene Holzkohle wird als schwarzes Pigment verwendet und hergestellt, indem man lufttrockenes Holz ohne Sauerstoffzufuhr auf 275 Grad Celsius erhitzt. Die Temperatur steigt dann von sich aus auf bis zu 400°C an, und die flüchtigen Bestandteile verbrennen. Das läuft ähnlich wie bei der Verkokung von Braunkohle oder Steinkohle. Auf die gleiche Art und Weise wurde auch Torfkohle aus Torf hergestellt.
Eisenoxid-Schwarz
Eisenoxid-Schwarz ist synthetisch hergestellter, feinteiliger Magnetit und wird hauptsächlich als Pigment für Lacke verwendet. Allerdings sind Eisenoxid Pigmente alle Pigmente, die auf Eisen basieren. Eisenoxidpigmente sind sogar als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und unter der E 172 zu finden.
Wie wir uns bereits denken können, ist das Pigment magnetisch. Es ist nicht ganz so schwarz wie Kohle oder Ruß und kann durch weitere Oxidation seine Farbe verändern.
Eisenoxid wird nicht nur als schwarzes Pigment verwendet, es gibt auch Eisenoxid-Rot und Eisenoxid-Gelb. Dazu noch Mischungen und ein blaustichiges Pigment.
Spinell-Schwarz
Jetzt wirds etwas technischer hier, denn Spinell-Schwarz ist ein sogenanntes Mischphasenoxidpigment. Mischphasenoxidpigmente sind eine Gruppe von Pigmenten, die anorganisch sind und extrem beständig. Sie werden hauptsächlich für Lacke und Fassadenanstriche verwendet. Als Basiskristalle für diese Pigmente werden entweder Rutil oder Spinell verwendet. Rutil ist mehr so für die warmen Farben zuständig, Spinell geht ins Bläuliche und Schwarze.
Für Schwarz werden verschiedene Verbindungen verwendet, die aber alle auf dem Eisenoxid-Schwarz basieren, wobei manchmal das Eisen ersetzt wird. Verwendet wird Spinell-Schwarz vor allem dann, wenn der Einsatz von Ruß technisch unmöglich oder problematisch ist.
Spinellschwarz, wie auch die anderen Mischphasenoxidpigmente weisen einen hohen Grad der Farb-Echtheit und Witterungsbeständigkeit auf und sind resistent gegen Chemikalien und sonstige Einfüsse.
Der Farbton ist rein, die Farbstärke allerdings gering.
Mangan Schwarz
Seit der Zeit der Höhlenmalerei wird Mangan-Schwarz als Pigment verwendet. Genaugenommen ist es kein reines Schwarz, sondern eher braun oder dunkelgrau. Magnan-Schwarz wird aus dem Pyrolisit gewonnen, ein Mineral aus der Familie der Braunsteine. Mangan-Schwarz gilt aufgrund seines Mangangehaltes als mindergiftig und wird deshalb nicht in Schulen etc. verwendet. Bei der Verarbeitung sollten wir Handschuhe und einen Mundschutz verwenden. Durch seine ausgezeichnete Wetterbeständigkeit und Lichtechtheit wird es aber zum Färben von Beton herangezogen.
Mangan Schwarz wird gerne für Ölmalerei verwendet, da es mit dem Öl gut austrocknet. Pyrolusit reagiert mit Salzsäure uns gibt bei Zufuhr von Hitze Sauerstoff ab. Durch seine Reaktivität unterscheidet es sich auch von anderen Pigmenten.
Manche Maler setzen Mangan-Schwarz jedem ihrer Schwarz-Pigmente zu, da das Mangan ein schnelleres Durchtrocknen der Farben bewirkt.
Wer Farbe mit Mangan-Schwarz aufbewahrt, sollte die Farbe vor der Verwendung durchrühren, da sich das schwere Pigment am Boden absetzen kann.
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