Aussage von Farbe und Richtlinien
Was soll das bedeuten? Ganz einfach, je nachdem was ich mit einem Dingsbums aussagen möchte, muß ich mir die passende Farbe oder die ideale Farb-Kombination überlegen. Wir gestalten also ein solches Dingsbums und stellen uns zuvor folgende Fragen:
- Was will ich mit dem Dingsbums erreichen?
- Welche Aussage will ich durch Farbe treffen?
- Wen, also welchen... Menschenschlag will ich ansprechen?
- Welchen Eindruck soll mein Dingsbums auf die Leute machen?
Dem entsprechend muß ich dann meine Farben und Farbkombinationen wählen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Im Endeffekt ist Farbe ein Träger für
zusätzliche Informationen, die zum Empfänger transportiert werden. Gelingt uns die Gestaltung in den passenden Farben, verstärken wir die Botschaft des jeweiligen Dingsbums und die Information wird vom Empfänger leichter angenommen.
Natürlich können wir auch genau das Gegenteil davon erreichen. Verwende ich die falschen Farben, schaut sich der potentielle Kunde mein Dingsbums nicht mal an, es stößt auf Ablehnung und weckt falsche Assoziationen. Will ich eine klassische Limousine verticken und ich wähle Farbe Gelb, ist das genauso schwachsinnig wie eine Einladung zum Kindergeburtstag in schwarzer Farbe.
Richtlinien für die Verwendung von Farben
In der praktischen Anwendung von Farben haben sich über die Zeit einige Richtlinien ergeben. Wie bei allen Gesetzen sind auch die Farb-Richtlinien nur dazu da, darüber nachzudenken bevor man sie bricht.
- Für kleine Objekte wie Schrift, Striche, Linien oder Icons verwenden wir am Besten dunkle oder kräftige Farben.
- Als Hintergrund-Farben eignen sich hellere, pastellige oder entsättigte Farbtöne.
- Ebenso für große Flächen sind helle Farben empfehlenswert. Je größer die Fläche, desto heller/ungesättigter die Farbe. Je kleiner die Fläche, desto dunkler/gesättigter die Farbe.
- Zwischen Hintergrund und Text sollte ausreichend Kontrast vorhanden sein.
- Innerhalb des selben Dingsbums sollte die Farb-Gestaltung gleich sein. Abweichungen könnten Verwirrung verursachen.
- Im Großen und Ganzen reichen vier Grund-Farben pro Dingsbums, um farbliche Verwirrung zu vermeiden.
- Wenn wir innerhalb eines Dingsbums verschiedene Unterkategorien haben, können wir die Abstufungen in abweichenden Farben gestalten. Die Unterschiede können wir durch die Verwendung von Farb-Dreiklängen oder Farb-Vierklängen hervorheben, wobei wir bei unterscheidbaren Kategorien auf eher gesättigte Farben zurückgreifen, da ungesättigte/zu helle/zu dunkle Farben sich zu wenig voneinander unterscheiden.
Anmerkung zu den Farb-Richtlinien
Wie gesagt, diese Regeln sind im Grunde dazu da, um gebrochen zu werden wenn man vorher darüber nachdenkt. Ok, die Kontrast-Regel für Schrift und Hintergrund würde ich nicht vernachlässigen, aber der Rest hängt davon ab, was wir erreichen wollen. Wenn ich ein Dingsbums für die Cyber-Gothic-Szene mache, werde ich den Teufel tun und einen pastellfarbenen Hintergrund mit dunkelblauer Schrift wählen. Hot-Pink auf Schwarz ist da schon eher angebracht.

