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Ein Männlein steht im Walde



Ein volkstümliches Kinderlied aus dem Jahr 1843 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Hier steht die Farbe Purpur stellvertretend für Rot.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm.
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein.
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein.
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem kleinen schwarzen Käppelein ?

(gesprochen)
Das Männlein dort auf einem Bein
mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein
kann nur die Hagebutte sein.

Die erste Strophe könnte nach Märchenforschern auch auf den Fliegenpilz hinweisen, da das Männlein im Walde steht und nicht wie die Heckenrose eigentlich am Waldesrand. Außerdem habe ich noch nie eine einzelne Hagebutte irgendwo gesehen, die wachsen immer in Büscheln. Erst das schwarze Käppchen in der zweiten Strophe weist auf die Hagebutte als des Rätsels Lösung hin. Wie auch immer, als Kind mochte ich das Lied.


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