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Rot als Farbe der Weiblichkeit



Der Gegensatz zum aggressiven, kriegerischen Aspekt der Farbe Rot ist das Sinnliche, Weibliche und die Fruchtbarkeit als Teil der Symbolik von Rot. Die Rote Rose entstand aus dem Blut des Adonis, als er auf der Jagd nach einem wilden Eber getötet wurde. Die Griechen betrachteten deshalb rote Rosen als Sinnbild von Wachstum und Vergehen, sowie Liebe und Zuneigung. Eine Symbolik, die sich bis heute erhalten hat. Im antiken Griechenland war demnach die rote Rose der Liebesgöttin Aphrodite geweiht, in Rom ihrem Pendant, der Venus.

Siehe auch: Die Farbe Rot in der Mythologie

Hochzeitsbräuche in vielen Kulturen sehen rote Bänder und Tücher für die Braut vor. Die Farbe Rot als Sinnbild von Liebe und Fruchtbarkeit. Im antiken Rom trugen die Bräute das Flammeum, ein rotes Tuch. Ebenso war in China die Braut in einen roten Schleier gehüllt, der erst im Angesicht des Bräutigams gelüftet wurde. Rote Brautschleier sind noch heute in Europa bei den armenischen, albanischen und neugriechischen Völkern in Verwendung.

Aber nicht nur Fruchtbarkeit und Liebe soll symbolisiert werden, wenn die Braut rote Kleidung trägt. Auch hier finden wir die Schutzfunktion der Farbe Rot wieder, die übelwollende Geister davon abhalten soll, die Braut im letzten Augenblick zu ver– bzw. zu entführen.

Ein Stamm im Gebiet des Amazonas geht sogar noch einen Schritt weiter: Die Frauen ritzen sich mit scharfkantigen Muscheln die Beine bis zur Hüfte ein und reiben einen roten Farbstoff darüber. Diese Farbe hält wie eine Tätowierung lange Zeit und gilt als Schmuck sowie als magischer Schutz beziehungsweise eben Fruchtbarkeitssymbol.

Über roten Lippenstift, Rouge und dergleichen visueller Lockstoffe als sinnliche Verzierung brauche ich mich in unserem Kulturkreis ja nicht auslassen, die Lady in Red und ihre Bedeutung kennen wir alle.


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